Politik : Land im Osten

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Die „ Preußische Treuhand GmbH und Co. KG a. A.“ löst in Polen erhebliche Unruhe aus. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Sitz in Bonn und Geschäftsstelle in Düsseldorf will für Vertriebene auf dem Klageweg „die Sicherung des Anspruchs bzw. die Rückgabe des im Osten von den Vertreiberstaaten widerrechtlich konfiszierten Eigentums“ erreichen. An der Gesellschaft sind mit den Landsmannschaften Schlesien und Ostpreußen Mitgliedsverbände des Bundes der Vertriebenen (BdV) beteiligt. Geleitet wird das Unternehmen von den Vertriebenenfunktionären Rudi Pawelka und

Hans Günther Parplies . Pawelka, einst Leitender Polizeidirektor in NordrheinWestfalen, steht der Schlesischen Landsmannschaft vor. Parplies ist stellvertretender Präsident des BdV. Mit „ Musterklagen in Polen und vor europäischen Gerichten“, die im Herbst eingereicht werden sollen, will die „Preußische Treuhand“ nach Angaben Pawelkas die „Rückgabe des deutschen Eigentums“ in Polen durchsetzen. Beim BdV stößt dieses Vorhaben offiziell auf Ablehnung. „Das ist nicht unser Weg, den die Preußische Treuhand wählt“, sagt BdV-Präsidentin Erika Steinbach. Bereits im November vergangenen Jahres habe sich das BdV-Präsidium von der Gesellschaft distanziert . Auch sei für den BdV „die Frage der Entschädigung ein nachrangiges Thema“, versichert die CDU-Politikerin. Einen Appell an die BdV-Mitglieder, auf Rückgabeforderungen zu verzichten, lehnt Steinbach jedoch ab: „Das ist nicht meine Aufgabe“, sagte sie dem Tagesspiegel. Die Betroffenen müssten selbst entscheiden, ob sie „Individualansprüche“ geltend machten. has

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