Politik : Lauschangriff auch auf SPD?

Wanzenfund bei Bremer CDU: Suche nach weiteren Geräten

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Bremen (stg). Nach dem mysteriösen Lauschangriff auf das Bremer CDUHaus wollen jetzt auch der SPD-Landesvorstand und die Grünen ihre Büros auf Abhörgeräte untersuchen lassen. Nach Angaben der beiden Parteien handelt es sich um reine Vorsichtsmaßnahmen, denn bisher gebe es keinerlei Hinweise auf „Wanzen“ in ihren Diensträumen.

Wie bereits berichtet, waren im Bremer Büro des CDU-Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Bernd Neumann sowie im Amtszimmer des Bürgerschaftsfraktionschefs Jens Eckhoff Abhörgeräte entdeckt worden. Auch am Freitag gab es offenbar noch keinerlei Hinweise auf Täter und Motive. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Unbekannt und gibt ebenso wie die Partei keine näheren Auskünfte.

Dem Vernehmen nach waren die Abhörgeräte in Wandsteckdosen verborgen und funkten alles, was in den beiden Büros gesprochen wurde, zu dem unbekannten Mithörer. Ein Funkamateur in der Nähe des Parteihauses soll diese Ausstrahlungen zufällig ebenfalls empfangen und daraufhin die CDU alarmiert haben. Da angeblich keine Einbruchsspuren gefunden wurden, müssten die Geräte von einem Partei-Insider oder von einem professionellen Eindringling installiert worden sein. Justiz- und Innenressort in Bremen versicherten, dass hinter dem Lauschangriff keine örtlichen Strafermittler oder Verfassungsschützer steckten. Inzwischen gibt es Gerüchte, dass im Rathaus von Delmenhorst die Räume des Oberbürgermeisters Carsten Schwettmann (CDU) abgehört wurden.

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