Litwinenko-Witwe : "Niemand entkommt dem russischen Geheimdienst"

Die Witwe des vergifteten russischen Ex-Agenten und Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko hat sich erstmals nach dessen Tod öffentlich geäußert und dabei indirekt den russischen Geheimdienst für dessen Tod verantwortlich gemacht.

London - Ihr Mann habe sich "niemals als eine erstrangige Zielscheibe gefühlt". Ihr Mann habe "natürlich Feinde gehabt", sagte Marina Litwinenko der "Sunday Times" - aber keine Feinde, "die ihn auf diese furchtbare Weise umbringen" würden. Ihr Mann habe sich im britischen Exil "sicher gefühlt". "Das Leben hier in England hat uns getäuscht", fügte die 44-Jährige hinzu. Als Ex-Agent des russischen Geheimdienstes habe er gewusst, "dass niemand dem FSB entkommt".

Zwar könne sie nicht beweisen, dass "diese Leute" für seinen Tod verantwortlich seien. Aber sie sei sich sicher, dass sie ihm "nie vergeben haben", dass er den Geheimdienst öffentlich kritisierte.

Bei zwei Londoner Polizisten wurde unterdessen eine Belastung mit dem radioaktiven Element Polonium nachgewiesen, mit dem Litwinenko vergiftet worden war. Insgesamt 26 Polizisten seien untersucht towrden, bei zweien sei eine Belastung festgestellt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Jedoch liege die Belastung unterhalb der Grenzwerte. Den beiden Polizisten gehe es gut. (tso/AFP)

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