Medienberichte : Nordkorea hält angeblich US-Journalistinnen fest

Die Behörden in Nordkorea sollen zwei US-Reporterinnen in ihrem Land festhalten. Das berichten Medien eine christlichen Missionsgruppe in Südkorea.

Seoul Beide Frauen seien Anfang der Woche von Grenzposten des kommunistischen Landes aufgegriffen worden, als sie Videoaufnahmen von Nordkorea an der Grenze zu China gemacht hätten. Das berichteten am Donnerstag übereinstimmend südkoreanische Medien. Unklar war zunächst, ob sie auf nordkoreanischem Gebiet oder auf chinesischer Seite des Grenzflusses Tumen von Soldaten abgeführt wurden.

Die US-Botschaft in Seoul bestätigte die Berichte nicht. Ein Mitarbeiter der Missionsgruppe Durihana in Seoul sagte, seine Organisation habe am Mittwoch aus China von der Ergreifung der Journalistinnen erfahren. Er habe sie noch Ende der vergangenen Woche in Südkorea gesprochen, wo sie sich über das Schicksal nordkoreanischer Flüchtlinge informiert hätten. Beide arbeiteten für den US-Fernsehsender Current TV. Vermutlich sei auch ein chinesischer Begleiter der beiden durch Soldaten abgeführt worden.

Washington verhandele mit Pjöngjang über die Freilassung der drei Festgenommenen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Diplomaten. Sie seien beide auf nordkoreanischem Gebiet festgenommen worden, nachdem sie "ohne Absicht" die Grenze überschritten hätten. Nach Berichten des Nachrichtensenders YTN hatten sie von chinesischer Seite aus über den Tumen hinweg gefilmt. Die nordkoreanischen Grenzposten hätten die Grenze überquert, um sie zu ergreifen. (mpr/dpa)

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