Politik : Michelles „experience“ an der Mauer

Foto: Georg Moritz
Foto: Georg MoritzFoto: Georg Moritz

Es war eine Zeitreise ins Berlin der 80er Jahre: Michelle Obama besuchte das Mauerpanorama des Künstlers Yadegar Asisi am Checkpoint Charlie. Begleitet wurde sie von ihren Töchtern, Obamas Schwester Auma sowie Joachim Sauer, dem Mann der Kanzlerin. Dem Tagesspiegel schilderte Asisi, wie er den Besuch erlebt hat:

Es war toll, genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Eine Stunde, länger als vom Protokoll eingeplant, waren sie bei mir und haben sich das Panorama zeigen lassen. Es war ein Geben und Nehmen, so habe ich das empfunden. Alle fünf habe ich als sehr normal und menschlich erlebt. ,Thank you for this experience’, hat Michelle Obama ins Gästebuch geschrieben. Ich hatte das Gefühl, dass es das tatsächlich für sie und ihre Töchter war. Das Tolle an meinem Panorama sei die Komplexität der Wahrnehmung, auch wenn man keine Vorkenntnisse besitze, so hat sie es beschrieben. Und Sasha hat ganz in sich gekehrt leise gesagt: ,It’s very sad.’ Ich denke, es war der emotionale Ausdruck dessen, was ich will: die Normalität des Unnormalen zeigen. Ich habe auch erzählt, dass das Panorama vielleicht irgendwann verschwinden wird. Das konnten sie nicht verstehen.“

Aufgezeichnet von Andreas Conrad

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