Politik : Milzbrand: USA: Neuer Fall in Nevada

Nach Milzbrandfällen in Florida und New York sind nun auch die lebensgefährlichen Bakterien im US-Staat Nevada aufgetaucht. In einem an das Softwareunternehmen Microsoft in Reno geschickten Brief seien Anthrax-Erreger gefunden worden, teilte der Gouverneur von Nevada, Kenny Guinn, am Samstag mit. Bislang sei aber bei keinem Mitarbeiter eine Infektion festgestellt worden. Zuvor hatten sich vier Medien-Mitarbeiter in Florida und New York infiziert. Ein Mann starb. US-Vizepräsident Dick Cheney stellte zum ersten Mal eine Verbindung zwischen den Milzbrandfällen und dem Topterroristen Osama bin Laden her.

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Umfrage: Bodentruppen nach Afghanistan? Seit Bekanntwerden der Milzbrand-Fälle in den USA haben in Deutschland viele Trittbrettfahrer versucht, die Angst zu schüren. Allein in Nordrhein-Westfalen seien mehrere Postsendungen mit verdächtigem Inhalt bei Behörden, Firmen und Privatleuten eingegangen, teilte NRW-Innenminister Behrens am Samstag mit.

Ein fehlgeleitete US-Bombe traf indes am Samstag ein Wohngebiet in Kabul. Dabei wurden nach Pentagon-Angaben vier Menschen getötet. Das US-Ministerium berief sich auf Informationen aus Afghanistan, die es unabhängig nicht überprüfen könne. Es war laut Pentagon mindestens der dritte Fehltreffer bei den Angriffen. Großbritannien, das die US-Operation aktiv unterstützt, bedauerte am Abend den Vorfall. Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush erklärt, das Ziel der ersten Phase der US-Kampagne sei erfüllt: "Die amerikanischen Streitkräfte beherrschen den Himmel über Afghanistan."

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