Politik : Moskau ist verärgert: Manöver mit den USA abgesagt

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Moskau - Russland hat ein gemeinsames Manöver mit den USA abgesagt. Eigentlich hätte das Manöver vom 21. September bis zum 8. Oktober an der Wolga stattfinden sollen. Die Absage sei „Moskaus Antwort auf die antirussische Politik der USA“, sagte ein hochrangiger Beamter im Verteidigungsministerium nach Angaben der Zeitung „Kommersant“. „Unsere transatlantischen Partner unterstützen in letzter Zeit aktiv Staaten, die, gelinde gesagt, beim Krisenmanagement im Kaukasus und in Transnistrien antirussisch eingestellt sind.“ Gemeint waren Georgien, das auf Reintegration der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien besteht, und Moldawien, vom dem sich 1992 die mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnten Gebiete am linken Ufer des Dnestr abgespalten hatten. Alle drei Separatistenregime werden von Moskau mehr oder minder offen unterstützt.

Der Eklat ist nur der vorläufig letzte in einer Reihe politischer Verstimmungen zwischen Moskau und Washington. Besonderen Anstoß nahm Russland an den Nato-Manövern, die am Montag in Moldawien beginnen. Moskau sieht darin einen Verstoß gegen die Neutralität, zu der Moldawien sich völkerrechtlich verpflichtet hat. „Die Außenpolitik der USA“, tadelte Außenminister Sergej Lawrow, führe zur „Ausweitung der Konfliktzonen weltweit“. win

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