Politik : Nach den Landtagswahlen: Hinter den Linden

Carsten Germis

Einen Wahlsieger hat es am Sonntagabend noch gegeben, über den bislang noch nicht berichtet wurde. Der Sieger ist: das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg. Das Land im Südwesten gehört zu den Regionen mit der modernsten Wirtschaftsstruktur und den geringsten wirtschaftlichen Problemen. Zu Recht, wie jeder erfahren konnte, der sich am Sonntagabend über das Internet darüber informierte, wie die Wähler entschieden hatten. Schnell waren beide, die Rheinland-Pfälzer und die Baden-Württemberger, mit ihren Daten. Kaum ausgezählt, kam das Ergebnis ins Netz. Doch den baden-württembergischen Statistikern war das nicht genug. Sie boten wenige Minuten nach Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses bereits eine grafisch aufbereitete Wahlnachlese, die sich andere Ämter zum Vorbild nehmen können. Das Land, aufgeteilt in all seine Wahlkreise, ließ sich da betrachten. Für jeden Wahlkreis eine schöne Grafik mit den Ergebnissen von 2001 und 1996. Dazu kann jeder landesweit an abgestuften Schattierungen erkennen, wie stark jede Partei in den einzelnen Regionen ist, wo wer das beste (die SPD mit 43,3 Prozent in Mannheim, die CDU mit 57,2 Prozent in Biberach) und das schlechteste Ergebnis (die SPD mit 21,1 Prozent in Biberach, die CDU mit 31,4 Prozent in Schwäbisch-Hall; dort erreichte die FDP mit 23,1 Prozent übrigens ihr mit Abstand bestes Ergebnis) erzielt hat. Alles mit einem Klick. So einen Service wünschen wir uns jetzt auch für die Bundestagswahl 2002. Und wer sich ansehen möchte, wie die Baden-Württemberger das gemacht haben, kann das tun unter www.statistik.baden-wuerttemberg.de/wahl/landtagswahl/java/start.htm .

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