Nach Selbstmord von Albakr : Kubicki fordert Rücktritt von Sachsens Justizminister

Sebastian Gemkow forderte zuletzt eine auf Terroristen spezialisierte "Taskforce". Wolfgang Kubicki fordert daraufhin den Rücktritt von Sachsens Justizminister.

FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki.
FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki.Foto: dpa

Nach dem Selbstmord des Syrers Dschaber Albakr in Haft hat der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki den Rücktritt des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) gefordert. „Ich würde ihm raten, möglichst schnell politische Verantwortung wirklich zu übernehmen und zurückzutreten, statt weiter solchen Unsinn zu erzählen wie gegenwärtig“, sagte Kubicki am Montag im Deutschlandfunk.

Die Art und Weise seiner Verteidigung spreche nicht für Gemkow, sagte Kubicki weiter. Die Aussagen des sächsischen Justizministers halte er für „absoluten Nonsens“. Die Einsetzung einer auf Terroristen spezialisierten Taskforce, wie sie der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft vorgeschlagen hatte, sieht der FDP-Politiker skeptisch: „Was soll die Taskforce machen? Sie soll verhindern, dass sich jemand umbringt?“. Wichtig sei mehr Personal, das die Muttersprache der Verdächtigen spreche. (dpa)

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