Politik : Nahost: Wer in der Krisenregion pendelt: Der Aufpasser - CIA-Chef George Tenet

M.G.

CIA-Chef George Tenet ist mit den Verhältnissen im Nahen Osten vertraut. Schon unter Präsident Bill Clinton vermittelte er zwischen Israelis und Palästinensern. Denn seit der Unterzeichnung des Memorandums von Wye-Plantation im Oktober 1998 war seinen Leuten stillschweigend die Rolle des "Aufpassers" im Friedensprozess zugefallen, bis die zweite Intifada dem ein Ende setzte. Nun soll die neuerliche Vermittlungsmission Tenets helfen, Vertrauen zu bilden und die abgebrochene Zusammenarbeit zwischen Israel und den Palästinensern bei der Bekämpfung des Terrorismus wieder in Gang zu bringen. Die Palästinenser betrachten Tenet als fairen Partner. Sie waren es, die die USA in den letzten Tagen drängten, den CIA-Chef wieder in die Region zu senden. Israel erhob keine Einwände. Schließlich unterhält die CIA seit Jahrzehnten enge Beziehungen zum israelischen Mossad. Den Palästinensern wiederum halfen Tenets Agenten beim Aufbau eigener Geheimdienste. Sie überwachten die Aktionen der Palästinenser-Polizei gegen mutmaßliche Terroristen und Extremisten. Zudem überprüften sie die israelischen Bemühungen, militante jüdische Siedler unter Kontrolle zu halten.

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