Olympische Spiele : Verzichtet das IOC auf internationalen Fackellauf?

Die anti-chinesischen Proteste beschäftigen auch das Internationale Olympische Komitee. Die IOC-Vizepräsidentin bringt nun erstmals ein Ende des internationalen Teils des olympischen Fackellaufs ins Gespräch.

Fackel
Paris. Die olympische Fackel muss beschützt werden. -Foto: AFP

PekingDer Lauf mit der olympischen Flamme wird angesichts der jüngsten Störungen in London und Paris ab Donnerstag Gegenstand von IOC-Beratungen in Peking sein, sagte IOC-Vizepräsidentin Gunilla Lindberg. Auf die Frage, ob sie einen Abbruch des internationalen Teils des Fackellaufs durch das IOC für möglich halte, sagte Lindberg, sie sei sich sicher, dass es darüber Diskussionen geben wird.

Die "internationale Route" muss überdacht werden, erklärte auch das australische IOC-Mitglied Kevan Gosper. Der Chef der Medien-Kommission des IOC kündigte an, dass es nach den Spielen im August in der chinesischen Hauptstadt die übliche Manöverkritik geben wird.

IOC mahnt das "Recht der Fackel" an

Nach den Vorkommnissen beim Fackellauf in Paris fordert das IOC, "das Recht der Fackel zu respektieren, friedlich herumgereicht zu werden". Wie es in einer am Dienstag verteilten Pressemiteilung am Rande der olympischen Woche in Peking weiter heißt, wird das IOC auch das "Recht einer friedlichen Demonstration" respektieren. Mehrere Tausend pro-tibetische Demonstranten hatten am Montag beim Fackellauf in Paris für tumultartige Szenen gesorgt. Die Fackel war nach Polizeiangaben sogar für rund 20 Minuten erloschen.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Peking haben den bisher größten Fackellauf geplant; er soll durch 19 Länder führen und dabei insgesamt 137.000 Kilometer zurücklegen. Nächste Station der Fackel ist am Mittwoch San Francisco gefolgt von Buenos Aires. (smz/AFP/dpa)

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