Politik : Papst nach Türkeireise gefeiert: „Ein wahrer Brückenbauer“

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Istanbul - Mit einem Aufruf zur Einheit der Christen hat Papst Benedikt XVI. seine Türkeireise beendet. Beim abschließenden Gottesdienst in der Heilig- Geist-Kathedrale in Istanbul erneuerte er am Freitag zugleich seine Forderung nach freier Religionsausübung im Land. Am Mittag startete er vom Istanbuler Flughafen zurück nach Rom. Die Reise wurde in der Türkei und auch in Deutschland positiv bewertet.

Bei der Eucharistiefeier in der Kathedrale erinnerte das Kirchenoberhaupt an seinen Vorgänger Johannes Paul II., der an gleicher Stelle vor 27 Jahren den Wunsch geäußert habe, dass die Kirche zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder zur vollen Einheit gefunden haben möge. Diese Hoffnung habe sich noch nicht erfüllt, aber der Wunsch des Papstes sei noch immer der Gleiche.

Benedikt XVI. bedankte sich für die freundliche Aufnahme in der Türkei. Nach der Heiligen Messe wurde er von den Gläubigen in der Kathedrale mit „Benedetto“-Rufen gefeiert. Bei seiner Verabschiedung auf dem Istanbuler Flughafen äußerte der Papst die Hoffnung, mit seiner Reise zu einem besseren Verständnis zwischen Christentum und Islam beigetragen zu haben. Türkische Medien lobten den Papst insbesondere für seinen Besuch in der Blauen Moschee. „Hürriyet“ schrieb, er sei ein „sympathischer Papst“. Der Islamratsvorsitzende für die Bundesrepublik, Ali Kizilkaya, sagte, Benedikt habe „neue Brücken für den Dialog gebaut“. Er halte nun die Irritationen wegen des umstrittenen Islamvortrags des Papstes in Regensburg für „erledigt“. Die Islambeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Lale Akgün, betonte: „Der Papst hat seinem Namen alle Ehre gemacht und sich als wahrer Pontifex, als Brückenbauer zwischen der muslimischen und der christlichen Welt, erwiesen.“ ddp

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