Politik : Peking gewinnt

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Einziger Gewinner der erfolglosen Gespräche in Peking ist der Gastgeber. China konnte sich in seiner neuen Rolle als Friedensvermittler präsentieren. In der Vergangenheit hatte sich das Land aus internationalen Krisen stets herausgehalten. Beobachter sehen das Vorgehen in der Koreakrise als ein Zeichen dafür, dass China außenpolitische Verantwortung übernimmt. Denn als wirtschaftliche und regionale Großmacht sind Chinas Interessen weit gefächert. Im Streit mit Pjöngjang übernahm Peking nicht ganz freiwillig die Federführung. Erst als China Anfang des Jahres in den Ruf kam, Nordkoreas Atomdrohungen zu decken, wurde Peking diplomatisch aktiv. Unbestätigten Berichten zufolge wurden die Erdöllieferungen an Nordkorea zeitweise unterbrochen. Nordkoreas Führer Kim Jong Il, dessen Land von den Lebensmittel und Energielieferungen aus China abhängig ist, hatte am Ende keine andere Wahl, als den Gesprächen zuzustimmen. maa

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