Politik : Pflüger will Gipfel für Familienpolitik

-

Berlin - Berlins CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger hat die Bundesregierung aufgefordert, mit Kommunen und Ländern über den Ausbau von Einrichtungen zur Kinderbetreuung zu verhandeln. Ein solcher Familiengipfel könnte die Eckpunkte der künftigen Familienpolitik festlegen und deren Umsetzung vorbereiten, sagte Pflüger dem Tagesspiegel. Insbesondere Finanzierungsfragen sollten dabei eine Rolle spielen, da der Bund nach der Föderalismusreform nicht mehr direkt in die Finanzierung kommunaler Aufgaben eingreifen kann. Der CDU-Politiker warnte davor, das zum Ausbau der Einrichtungen nötige Geld ausschließlich durch Einsparungen im Bereich Familie zu beschaffen. „Wir brauchen mehr Geld für Familien“, sagte er. Pflüger wies Bedenken seiner eigenen Partei zurück, Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) grenze mit ihren Plänen zum Kita-Ausbau Familien aus, die ihre Kinder zu Hause betreuen. „Ihr Kurs ist genau richtig“, sagte Pflüger über die Pläne der Ministerin. Er selbst habe „nur gute Erfahrungen“ gemacht, sagte Pflüger, dessen Sohn seit dem ersten Geburtstag eine Kita besucht.

Unterstützung bekam die Ministerin jetzt auch aus Kirchenkreisen. „Ich halte das, was Frau von der Leyen auf den Weg gebracht hat, für ausgesprochen gut“, sagte der neue Präsident des Diakonischen Werks der EKD, Klaus-Dieter Kottnik, dem Tagesspiegel. Es schränke die Wahlfreiheit von Eltern nicht ein, sondern sei „vielmehr eine notwendige Ergänzung“. Eine Betreuung zu Hause sei für ein Kind in den ersten Lebensjahren schön. „Die wirtschaftliche Lage in unserem Land legt es aber nahe, dass beide Eltern arbeiten.“ ade/asi

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben