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Politbarometer für Mecklenburg-Vorpommern : Starkes Ergebnis für AfD zeichnet sich ab

Eine Woche vor der Wahl festigt die SPD ihren Spitzenplatz. Doch die CDU muss um den Platz hinter der SPD bangen, denn die AfD holt auf.

Wahlwerbung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern.
Wahlwerbung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern.Foto: picture alliance / dpa

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September liegt die in Schwerin gemeinsam mit der CDU regierende SPD in Umfragen klar vorne. Wenn schon am Sonntag gewählt würde, käme die SPD laut dem am Freitag veröffentlichten Politbarometer von ZDF und Tagesspiegel auf 28 Prozent und läge damit deutlich vor der CDU mit 22 Prozent. Knapp dahinter liegt jedoch schon die AfD mit 21 Prozent. Sie könnte demnach eventuell sogar zweitstärkste Kraft werden.

Die Linkspartei kommt im Politbarometer auf 13 Prozent, die Grünen liegen bei sechs Prozent. Die rechtsextreme NPD würde mit drei Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen. Die Umfragewerte geben allerdings den Angaben zufolge nur ein "Stimmungsbild" wieder. 42 Prozent der Befragten wüssten zudem noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen.

Bereits am Donnerstag besagte eine Infratest-dimap-Umfrage für die ARD, dass die AfD weiter zulegen konnte. Dort kommen die Sozialdemokraten auf 27 Prozent. Damit würden sie gegenüber der Wahl von 2011 (35,6 Prozent) zwar erheblich verlieren, blieben aber weiterhin vor ihrem Koalitionspartner CDU. Bei einem Umfragewert von 22 Prozent muss die Union mit einem nochmals schlechteren Ergebnis rechnen als bei ihrem bisherigen Tiefpunkt vor fünf Jahren mit 23 Prozent. Sie läuft Gefahr, hinter die AfD zurückzufallen, die in der ARD-Umfrage auf 21 Prozent kommt und gegenüber früheren Umfragen zulegte.

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Der amtierende Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) liegt in der Wählergunst laut Politbarometer ebenfalls deutlich vor seinem CDU-Herausforderer Lorenz Caffier, der als Innenminister in der amtierenden Regierung sitzt. 64 Prozent der Befragten gaben an, dass sie lieber Sellering als Ministerpräsidenten hätten. Caffier wollen nur 18 Prozent als Regierungschef. Laut der ARD-Umfrage würden sich 60 Prozent für Sellering entscheiden und 13 Prozent für Caffier. Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1020 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte für die ARD-"Tagesthemen" am Dienstag und Mittwoch 1003 Wahlberechtigte. (AFP/dpa)

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