Politische Karriere : Renate Schmidt und Walter Riester ziehen sich zurück

Nach Peter Struck und Hans Eichel haben jetzt auch die frühere Familienministerin Renate Schmidt und Ex-Arbeitsminister Walter Riester ihren Abschied aus der Politik angekündigt. Dagegen will Innenminister Wolfgang Schäuble 2009 noch einmal antreten.

Schmidt + Riester
Arbeitsminister Riester und Familienministerin Schmidt bei einer SPD-Vorstandssitzung im Jahr 2000. -Foto: ddp

Berlin/MünchenDie ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) will 2009 nicht wieder für den Bundestag kandidieren. "Es ist an der Zeit, aufzuhören. Mit 66 Jahren fängt das Leben an", sagte Schmidt dem "Focus" im Hinblick auf ihren Geburtstag im kommenden Jahr. 2009 sei sie 48 Jahre lang berufstätig, davon 29 Jahre als Politikerin. Sie habe keinen Ehrgeiz, Alterspräsidentin des Bundestages zu werden, betonte die langjährige bayerische SPD-Chefin.

Auch der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) kündigte sein Ausscheiden aus der Politik an. Dem "Focus" sagte Riester: "Ich wollte schon letztes Mal nicht mehr und habe mich überreden lassen." Der 64-jährige frühere Vize-Vorsitzende der IG Metall bekundete, er sei zwar gern Abgeordneter, er habe aber das Gefühl, dass auch noch andere Aufgaben im Leben auf ihn warten.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere prominente Politiker angekündigt, sich nicht mehr um ein Abgeordnetenmandat bewerben zu wollen. Darunter sind SPD-Fraktionschef Peter Struck, SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler und der frühere Finanzminister Hans Eichel (SPD). Dagegen will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) dem "Focus" zufolge auch nach 2009 weiter dem Bundestag angehören. Dafür habe der 65-Jährige bereits die Unterstützung seines Heimatverbandes. (jvo/ddp)

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