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Polizei-Einsatz : Vorfall bei Merkel-Auftritt nicht politisch motiviert

Ein Zwischenfall bei einem CDU-Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Angela Merkel in Wuppertal hat sich als harmlos entpuppt. Nach Erkenntnissen der Ermittler gibt es keinen politischen Hintergrund. Die Polizei spricht von "leichtfertigem Zuschauerverhalten".

In einem geöffneten Fenster am Rande der von mehreren tausend Menschen besuchten Kundgebung hatte eine Frau am Mittwochabend mit einer Waffe hantiert, die sich später als Spielzeugpistole entpuppte. Die Frau wurde festgenommen, weil gegen sie ein Haftbefehl vorlag.

Das Herumhantieren mit der Pistole war von Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) beobachtet worden, die zum Schutz der Kanzlerin vor Ort waren. Polizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung der Frau und fanden zwei Spielzeugpistolen.

Zwei Männer und zwei Frauen, die sich in der Wohnung aufhielten, wurden zum Polizeipräsidium gebracht und verhört. Bis auf die mit Haftbefehl gesuchte Frau konnten sie das Präsidium danach wieder verlassen.

Die CDU-Veranstaltung, bei der auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auftrat, wurde nach Angaben der Polizei planmäßig beendet worden. Alle Politiker hätten die Veranstaltung, die von Gegendemonstranten mit Buh-Rufen und Pfiffen begleitet worden war, wohlbehalten verlassen. (dpa)

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