• Premier Manuel Valls : In den vergangenen Monaten fünf Anschläge in Frankreich verhindert

Premier Manuel Valls : In den vergangenen Monaten fünf Anschläge in Frankreich verhindert

Die Bedrohung durch Terrorismus sei noch nie so groß gewesen wie derzeit, sagt Frankreichs Premier Manuel Valls - und verweist auf fünf Anschläge, die in den vergangenen Monaten vereitelt worden seien.

Das Sicherheitsgefühl der Franzosen ist nach den Terroranschlägen vom September 2014 erschüttert.
Das Sicherheitsgefühl der Franzosen ist nach den Terroranschlägen vom September 2014 erschüttert.Foto: Ian Langsdon/dpa/EPA

In Frankreich sind seit Sommer 2013 nach Regierungsangaben insgesamt fünf Anschläge verhindert worden. Diese Zahl nannte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag, einen Tag nach Bekanntwerden eines eher zufällig vereitelten islamistischen Anschlags auf eine Kirche im Großraum Paris. "Die Bedrohung war noch nie so groß, mit dieser Art Terrorismus hatten wir es in unserer Geschichte noch nie zu tun", sagte Valls dem Sender France Inter.
Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Mittwoch erklärt, ein geplanter Anschlag auf "eine oder zwei Kirchen" sei verhindert worden. Laut Staatsanwaltschaft wurde bereits am Sonntagmorgen in Paris ein 24-jähriger algerischer Student festgenommen, der ein großes Waffenarsenal angehäuft hatte und womöglich sehr bald zuschlagen wollte.
Der Verdächtige soll einen Auftrag für einen Anschlag auf eine Kirche womöglich aus Syrien bekommen haben. In seiner Wohnung wurden Unterlagen in arabischer Sprache mit Verweis auf das Terrornetzwerk Al Qaida und die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat gefunden.


Valls sagte am Donnerstag, es gebe 1573 Franzosen oder Menschen mit Wohnsitz in Frankreich, die "terroristischen" Netzwerken zugerechnet werden könnten. 442 von ihnen befänden sich derzeit in Syrien. Bereits 97 seien in dem Bürgerkriegsland getötet worden.
Bei einer islamistischen Anschlagsserie waren im Januar im Großraum Paris 17 Menschen getötet worden. Zwei Islamisten erschossen beim Angriff auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 7. Januar zunächst zwölf Menschen. Ein Gesinnungsgenosse der beiden tötete in den folgenden Tagen eine Polizistin und bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris vier weitere Menschen.
Die drei Islamisten wurden schließlich bei Polizeieinsätzen erschossen. (AFP)


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