Politik : Prozess gegen „Düsseldorfer Zelle“

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Berlin - Vier mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Al Qaida müssen sich nach Informationen des Tagesspiegels vom 25. Juli an vor dem 6. Strafsenat des Düsseldorfer Oberlandesgerichts verantworten. Die Angeklagten, die als „Düsseldorfer Zelle“ bekannt geworden sind, sollen im Auftrag von Al Qaida schwere Anschläge in Deutschland vorbereitet haben. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Marokkaner Abdeladim El-K. (31), dem Deutschmarokkaner Jamil S. (32), dem Deutschiraner Amid C. (21) und dem Deutschen Halil S. (28) die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Abdeladim El-K., der in der pakistanischen Terrorhochburg Wasiristan von Al Qaida zum Sprengstoffexperten ausgebildet worden sein soll, sowie Halil S. sollen auch weitere Straftaten begangen haben.

Drei Angeklagte wurden im April 2011 festgenommen. Im Dezember 2011 verhaftete die Polizei dann Halil S. Laut Bundesanwaltschaft hatte die Gruppe von Düsseldorf und Bochum aus geplant, in einer größeren Menschenmenge eine mit Metallteilen gespickte Bombe zu zünden. Beim Eintreffen von Rettungskräften und Polizei habe ein weiterer Sprengsatz detonieren sollen. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte die Zelle aber noch kein konkretes Ziel ausgesucht. Die Angeklagten sollen jedoch schon Flughäfen, öffentliche Gebäude und militärische Einrichtungen ins Visier genommen und über die Tötung von Deutschen, Juden und „Ungläubigen“ gesprochen haben. Die Bundesanwaltschaft hält der Gruppe auch vor, sie habe die Herstellung eines Bekennervideos vorbereitet. Frank Jansen

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