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Reaktionen zu Barcelona : Michael Müller: "Wir lassen uns nicht die Freiheit nehmen"

Die Welt ist schockiert nach dem Anschlag auf dem Boulevard von Barcelona. US-Präsident Donald Trump sichert Spanien seine Unterstützung zu.

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Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD).
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD).Foto: Thilo Rückeis

Bestürzung, Beileid und Solidaritätsbekundungen: Politiker aus aller Welt reagieren auf den Terroranschlag am Donnerstag in Spanien. „In tiefer Trauer sind wir bei den Opfern des widerwärtigen Anschlags in Barcelona“, schrieb Steffen Seibert für die Bundesregierung auf Twitter. Man stehe in Solidarität und Freundschaft an der Seite der Spanier. "Erneut hat der Terror seine hässliche Fratze gezeigt", sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU). "In tiefer Trauer bin ich bei den Opfern und deren Angehörigen. Unsere Solidarität gilt dem ganzen spanischen Volk."

Auch Außenminister Sigmar Gabriel verlieh seiner Erschütterung Ausdruck und bekundete sein Mitgefühl mit Opfern und Angehörigen. "Wir stehen zusammen, wir werden uns nicht dem Terrorismus beugen, er wird uns nicht entzweien", sagte der Sozialdemokrat. Gabriels Parteifreund, Kanzlerkandidat Martin Schulz, sprach von einem „feigen Anschlag auf unsere Werte“.

Das Auswärtige Amt aktualisierte seine Sicherheitshinweise für Spanien: „Reisenden wird geraten, den Bereich weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich über die lokalen Medien zu informieren“, teilte das Amt am Abend mit.

Müller: "Dem Terrorismus nicht den Sieg geben"

Berlins Regierender Bürgermeister verband seine Beileidsbekundung mit einem entschiedenen Bekenntnis zu einer liberalen Gesellschaft. „Ich bin tief erschüttert, dass es schon wieder einen entsetzlichen terroristischen Anschlag mit einem Fahrzeug gegeben hat", teilte Michael Müller mit. Die Terrorattacke sei "ein furchtbarer Schlag" für die Menschen in Barcelona und Bürgermeisterin Ada Colau. "Ich weiß, dass sich die Menschen in einem Schock befinden, und wünsche ihnen viel Kraft, sich daraus zu befreien und dem Terrorismus nicht den Sieg über unsere freie und offene Lebensart zu geben."

Terror in Barcelona und Cambrils
In Solidarität vereint: König Felipe, Ministerpräsident Mariano Rajoy und der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont bei einer Schweigeminute am Freitagmittag in Barcelona.Weitere Bilder anzeigen
1 von 41Foto: Francisco Seco/AP/dpa
18.08.2017 16:29In Solidarität vereint: König Felipe, Ministerpräsident Mariano Rajoy und der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont bei...

Colau sei "eine starke Bürgermeisterin und Barcelona eine bemerkenswerte Stadt", sagte Müller weiter. "Hier in Berlin leben viele Spanierinnen und Spanier, die mit den Berlinerinnen und Berlinern zusammen um die Opfer trauern. Aber wir lassen uns gemeinsam, ob in Barcelona oder London, Paris oder Berlin und in ganz Europa nicht die Freiheit unserer Lebensart nehmen.“ Erst im Dezember 2016 war die deutsche Hauptstadt Ziel eines ähnlichen Anschlags geworden, als der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz steuerte. Zwölf Menschen starben, 55 wurden zum Teil schwerst verletzt.

Donald Trump: "Seid hart und stark, wir lieben euch"

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Anschlag und sicherte zu, alles Notwendige zu tun, um zu helfen. "Seid hart und stark, wir lieben euch!", schrieb er in einem Tweet. Nach Angaben des Weißen Hauses lässt er sich ständig auf dem Laufenden halten.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte mit: „Wir stehen vereint im Kampf gegen den Terrorismus.“ EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani bekannte, die gesamte EU sei vereint in der Verteidigung des Friedens. (mit dpa)

Terror in Barcelona: Alle aktuellen Entwicklungen können Sie in unserem Newsblog verfolgen.

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