Runden Tisch : Missbrauchsopfer sollen mehr Rechte haben

Vor der nächsten Sitzung des Runden Tischs Missbrauch an diesem Mittwoch hat Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ihre Pläne für neue Gesetze präzisiert.

Berlin - Den „Ruhr-Nachrichten“ sagte die FDP-Politikerin: „Betroffene sollen Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen der vorsätzlichen Verletzung ihrer sexuellen Selbstbestimmung künftig nicht mehr wie bislang nur drei, sondern 30 Jahre lang geltend machen können.“ Zur Begründung sagte sie, Opfer sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend würden häufig lange brauchen, bis sie die Tat anzeigen oder Ansprüche geltend machen könnten. Zu den Plänen gehören auch neue Regelungen zum Schutz von minderjährigen Opfern sexualisierter Gewalt im Ermittlungs- und Strafverfahren. Mit ihnen sollen Mehrfachvernehmungen der Betroffenen vermieden werden können – etwa durch Erleichterung und Ausbau von Videovernehmungen. Ausgebaut werden soll der juristische Beistand auf Staatskosten: Zur Tatzeit minderjährige Opfer sollen auch dann einen Anwalt bezahlt bekommen, wenn der Übergriff erst Jahre später ans Tageslicht kommt. m.m.

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