Russland : Steinmeier trifft den Neuen im Kreml

Der erste ausländische Staatsgast des neuen russischen Präsidenten ist ein Deutscher. Bundesaußenminister Steinmeier besucht Medwedew in Moskau. Ein Zeichen der Annäherung, der etwas zugute kommen könnte: Die beiden Politiker kennen sich schon länger.

Steinmeier in Moskau Foto: dpa
Bundesaußenminister Steinmeier (l) trifft den Präsidenten der Russischen Föderation Medwedew. -Foto: dpa

MoskauAbtasten im Kreml: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat eine Woche nach seiner Amtseinführung Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als ersten ausländischen Staatsgast empfangen. Die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder seien in einem "glänzenden Zustand", sagte Medwedew zum Auftakt. Es gebe aber noch mehr Möglichkeiten für die Zusammenarbeit.

Medwedew kündigte an, sein erster Europabesuch als Präsident werde ihn Anfang Juni nach Deutschland führen. Dort wolle er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Beziehungen beider Länder vertiefen. Steinmeier gratulierte Medwedew zum Amtsantritt. "Ich wünsche Ihnen Energie, Schaffenskraft und Fortune, die man für ein solches Amt braucht", sagte der Bundesaußenminister. Die Qualität der Beziehungen dürfe sich aber nicht nur auf die Wirtschaft beschränken.

Alte Bekannte unter sich

Bei den Gesprächen in Moskau sollten die künftigen Beziehungen Russlands zu Deutschland und zur EU im Mittelpunkt stehen. Außerdem waren der Konflikt zwischen Russland und Georgien und das weitere Vorgehen im Atomkonflikt mit dem Iran auf der Tagesordnung.

Der Bundesaußenminister kennt Medwedew schon aus seiner Zeit als Kanzleramtschef unter Gerhard Schröder. Steinmeier hatte am Vormittag zum Auftakt seines mehrtägigen Russlandbesuches seinen Amtskollegen Sergej Lawrow in Jekaterinburg am Ural getroffen. (ck/dpa)

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