Sarrazin im Interview : "Es gibt Grenzen des Intellekts"
26.08.2010 07:50 Uhr
Wer guten Willens und offenen Herzens ist, kann die Wahrheit ertragen. Ich weise nur auf Probleme hin. Ich möchte nicht, dass wir hier eine Minderheit haben, die ihre Frauen unterdrückt und sie zwingt, hier Kopftuch zu tragen.
Sie nennen diese Frauen »Importbräute« und »Kopftuchmädchen«. Wo ist da bei Ihnen Respekt, den Sie diesen Männern absprechen?
Den Menschen erweise ich stets Respekt, einer rückwärtsgewandten Unterdrückungskultur allerdings nicht. Das zwölfjährige Mädchen, das von seiner Familie unters Kopftuch gesteckt wird, hat doch gar keine Wahl. Es ist Opfer seines kulturellen Hintergrundes. Respekt wird von Moslems immer dann ins Feld geführt, wenn es um Unterordnung geht. Ich möchte, dass sich die bei uns Eingewanderten in unsere Mehrheitskultur integrieren. Der tägliche Terror, der in vielen Schulen mit mehrheitlich muslimischer Schülerschaft gegen die wenigen verbliebenen deutschen Schüler ausgeübt wird, zeigt, was hier im Argen liegt.
Sie sagen, die linksliberale Elite erkenne dieses Problem nicht, weil sie Muslime höchstens als Putzhilfen kennen. Wie viele Türken haben denn Sie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis?
Das ist eine in diesem Zusammenhang völlig irrelevante Frage. Ein libanesischer Taxifahrer, der mich auf dem Höhepunkt der medialen Aufmerksamkeit des Interviews in Lettre International nach Hause gefahren hat…
…wir sprechen von Freunden, nicht von Taxifahrern…
…hat mir beim Bezahlen auf die Schulter geklopft und gesagt: Gut gemacht! Ich habe das meiner Frau erzählt. Ich habe gedacht, ich werd’ nicht mehr!
An manchen Stellen kann man sich über Ihr Buch sogar amüsieren. Sie sagen, muslimische Männer würden auch deshalb gewalttätig, weil sie sexuell frustriert seien, was daran liege, dass die muslimischen Frauen vor der Ehe sexuell nicht verfügbar seien. Mit Verlaub: Das ist recht blauäugig und realitätsfern.
Unter der Jugend geschieht immer mehr, als man nach außen sieht. Das ist das Vorrecht der Jugend, und Eltern sollten das auch gar nicht so genau wissen. Aber in Neukölln zum Beispiel ist es nicht möglich, dass ein türkischer Junge seine Fatma aus dem Nachbarhaus abholt…
Nein, der trifft sich gleich mit ihr im Park, ohne dass die Eltern das mitkriegen!
…um mit ihr Händchen haltend durch die Gegend zu gehen. Normale Beziehungen sind einfach schwieriger.
Wie definieren Sie normale Beziehungen?
Das ungeheure Aggressionspotenzial dieser Gruppe ist leider offensichtlich. Die Araberjungen kommen an ihre arabischen Mädchen nicht ran.
Die kommen ran, da können Sie sicher sein.
Letztlich nutzen sie die leichter zu kriegenden deutschen Unterschichtmädchen, um sie dann dafür zu verachten, dass sie so leicht verfügbar sind.
Das Gespräch führten Özlem Topcu und Bernd Ulrich. Mitarbeit: Jonathan Rosenkranz
Quelle: Die ZEIT















