Politik : Selbstbedienung bei der Bankgesellschaft Aufsichtsrat wurde nicht informiert

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Berlin (Tsp). Die Selbstbedienungsmentalität bei den Managern der Berliner Bankgesellschaft war offenbar noch größer als bisher bekannt. Entgegen der Regelungen des Aktiengesetzes wurde der Aufsichtsrat über die Vergabe von Luxusvillen an Spitzenmanager nicht informiert. So wurde das Haus des früheren Bankvorsitzenden Wolfgang Rupf im Einvernehmen mit dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Edzard Reuter für sechs Millionen Euro angeschafft und nach Rupfs Wünschen ausgebaut. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsgremiums waren über diesen Vorgang aber nicht informiert. Erst als Rupf bereits in der Villa wohnte und Reuter als Aufsichtsratsvorsitzender ausgeschieden war, befasste sich das Kontrollgremium mit dem Vorgang. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem Tagesspiegel vorliegen.

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