Politik : Sendepause

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Am Montagabend hatten die Sender von Regierungschef Berlusconi gar nicht über die Drohung von Kanzler Schröder berichtet, seinen Urlaub in Italien abzusagen. Am Dienstag griffen die Sender das Thema auf – am Rande. Auch die staatliche Rai berichtete sehr zurückhaltend. In der meistgesehenen Hauptnachrichtensendung des ersten RaiProgramms am Dienstagabend bemühte man sich deutlich, den Eklat herunterzuspielen und stellte das Problem als mehr oder weniger gelöst dar. Als erste waren die Tageszeitungen in ihren Dienstagsausgaben auf die „Affäre Schröder und Stefani“ zu sprechen gekommen. „La Repubblica“ und der „Corriere della sera“ räumten ihr viel Platz ein. Der „Corriere“ druckte ein Interview, in dem Staatssekretär Stefani Schröder zu sich nach Hause einlud (siehe oben). In den oppositionell orientierten Blättern überwog scharfe Kritik an der Reaktion der Regierung. mig

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