Politik : Siegesfeier in Moskau mit schweren Waffen

Moskau - Russland hat am Freitag den Sieg im Zweiten Weltkrieg, dessen Ende sich zum 63. Mal jährte, mit einer der größten Militärparaden der jüngeren Geschichte gefeiert. Mehr als 8000 Soldaten waren dazu in Moskau angetreten. Erstmals seit dem 50. Jahrestag des Sieges wurde auch wieder schwere Technik gezeigt – Interkontinentalraketen des Typs Iskender oder die mobilen „Topol-M“, die Kernsprengköpfe auf bis zu 10 000 Kilometer entfernte Ziele abfeuern und von gegnerischen Radars nicht geortet werden können. Kampfjets der Luftwaffe donnerten in nur dreihundert Meter Höhe über den Roten Platz und tankten in der Luft auf. „Unsere Flotte und unsere Armee sind wieder erstarkt und mit ihnen ganz Russland“, sagte der neue Präsident Dmitri Medwedew. Er warnte vor steigender extremistischer Gewalt im eigenen Land. „Wir müssen sehr wachsam gegenüber jeglichen Versuchen sein, rassistischen oder religiösen Hass zu säen“, sagte Medwedew.

Medwedew nahm die Parade im Beisein seines Amtsvorgängers Wladimir Putin ab, der am Donnerstag als neuer Regierungschef bestätigt worden war. Putin hatte noch als Kremlchef vor Monaten das Militärspektakel angeordnet. „Es geht hier nicht um Säbelrasseln. Wir bedrohen niemanden“, hatte er gesagt. Regierungsnahe Medien werteten die Waffenschau dagegen als Reaktion auf die jüngsten Konflikte zwischen Russland und dem Westen. win

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