Politik : Simbabwe: Polizei räumt besetzte Farmen

Die Polizei von Simbabwe geht offenbar erstmals ernsthaft gegen illegale Farmbesetzungen vor. Wie die staatliche Tageszeitung "The Herald" am Mittwoch berichtete, vertrieben Polizisten mehr als 2.500 so genannte Kriegsveteranen und landlose Kleinbauern von neun besetzten Farmen weißer Eigentümer und ließen ihre Hütten verbrennen. Künftig sollen der Zeitung zufolge die Aktionen zur Beendigung der Besetzungen intensiviert werden. Bereits am Montag seien Farmen nahe der Hauptstadt Harare geräumt worden.

Derzeit sind noch immer mehr als 1.600 Farmen besetzt, obwohl die Landnahmen mehrmals vor Gericht für illegal erklärt wurden. Die neue Oppositionspartei "Bewegung für einen demokratischen Wandel" (MDC) kritisierte die Räumungen als halbherzig. Die simbabwische Regierung will insgesamt mehr als 3.000 Farmen ohne Entschädigungen enteignen, bisher wurden 2.309 Farmen zur Enteignung freigegeben.

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