Politik : Ströbele fragt nach Unions-Geldern aus Beraterverträgen

Die millionenschweren Beraterverträge der früheren CDU-Politikerin Agnes Hürland-Büning könnten nach Ansicht der Grünen Hinweise darauf geben, wie Millionen aus Waffengeschäften zur CDU gekommen sind. Die Befragung der ehemaligen Staatssekretärin im Verteidigungsministerium habe interessante Erkenntnisse geliefert, sagte der Grünen-Obmann im Ausschuss, Hans-Christian Ströbele, am Freitag im InfoRadio Berlin-Brandenburg. Unterdessen verlangten CDU-Vertreter im Ausschuss, auch das Finanzgebaren der SPD müsse untersucht werden.

Hürland-Büning hatte am Donnerstagabend im Ausschuss erstmals öffentlich eingestanden, insgesamt 8,5 Millionen Mark an Beraterhonoraren vom Thyssen-Konzern erhalten zu haben. 3,5 Millionen Mark habe sie an den Geschäftsmann Dieter Holzer weitergeleitet. Die 73-Jährige räumte ein, dass sie eine Million Mark für Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit dem Verkauf der früheren DDR-Mineralölfirma Leuna an den französischen Konzern Elf Aquitaine bekommen habe. Mit dieser Tätigkeit, bei der sie den Bau einer Pipeline von Ingolstadt nach Wilhelmshaven verhindert habe, habe Holzer aber nichts zu tun gehabt, sagte Hürland-Büning. Fünf Millionen Mark hatte die Frau nach eigenen Angaben von Thyssen für die Beratung eines Bauprojekts bei Dreilinden bekommen, 2,5 Millionen Mark für die Beratung bei E-Plus.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Rauen, rief seine Partei zu völliger Offenheit in der Spendenaffäre auf. "Nur die Offenheit hilft der CDU aus der Krise, sagte Rauen der "Rhein-Zeitung".

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