Politik : Südwest-FDP:Homburger soll führen

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Stuttgart Einen Tag nach dem überraschend angekündigten Rücktritt des baden-württembergischen Wirtschaftsministers und FDP-Landeschefs Walter Döring wegen einer umstrittenen Spende hat die Südwest-FDP die Nachfolge-Fragen entschieden.

Ernst Pfister, Fraktionschef im Landtag, soll Döring im Amt des Wirtschaftsministers folgen. Neue Landesvorsitzende soll die Konstanzer Bundestagsabgeordnete Birgit Homburger werden. Noch im Juli soll die gesamte Parteiführung neu gewählt werden. Während das Votum für Homburger (39), die auch dem Präsidium der Bundespartei angehört, einstimmig war, musste sich Pfister (57) in der zehnköpfigen Landtagsfraktion einer Kampfkandidatur stellen. Mit zwei zu acht Stimmen fiel die Niederlage für den Gegenkandidaten Michael Theurer, Abgeordneter und Oberbürgermeister in Horb am Neckar, deutlich aus. Dagegen hatten sowohl der Landesvorstand als auch die Führung der Bundespartei für den 37-Jährigen Volkswirt Theurer geworben. Mit ihm, so die Botschaft aus dem Thomas-Dehler-Haus, sei knapp zwei Jahre vor der Landtagswahl der Erneuerungskurs der FDP weit besser zu vermitteln.

Von Pfister hingegen, der dem Landtag seit 25 Jahren angehört und sich als gelernter Lehrer bisher vor allem der Schul- und Hochschulpolitik gewidmet hat, sei eine inhaltliche Profilierung weniger zu erwarten. Döring, der sich für Pfister stark gemacht hatte, sagte am Samstag nach den Sitzungen, er sei sicher, dass die schnell wieder „sehr qualifiziert und geschlossen aufgestellte“ Landes-FDP „hochmotiviert ihre Chance nutzen wird“.wie

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