Synagogenbau in Potsdam : Knobloch bekräftigt Zustimmung

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat sich erneut für den Bau einer Synagoge in Potsdam ausgesprochen. Der Bauverein Neue Synagoge Potsdam plant in der Innenstadt den Bau eines jüdischen Zentrums.

Potsdam - "Ich freue mich über jede jüdische Einrichtung, die wieder neu entsteht", sagte Knobloch im RBB-Inforadio. Sie kenne die Initiatoren des Projektes allerdings noch nicht. Diese müssten dafür sorgen, "dass solche Einrichtungen auch existieren können und dass die Menschen dort ihrer Religion nachgehen können." Dafür müssten bestimmte Bedingungen erfüllt werden. "Eine Synagoge braucht einen Rabbiner, eine Synagoge braucht einen Synagogendiener. Diese Voraussetzungen müssen geschaffen sein."

Das neue jüdische Zentrum soll in der Innenstadt entstehen, der Initiator ist der Bauverein Neue Synagoge Potsdam. Auf dem Grundstück sollen zudem die europäische Ausbildungsstätte für Rabbiner, das Abraham Geiger Kolleg, und ein jüdisches Altenheim mit rund 80 Plätzen angesiedelt werden. Nach Willen des Vereins soll der Bau ausschließlich aus Spenden für 3,5 Millionen Euro finanziert werden und bis 2010 stehen.

Die Synagoge in Potsdam wäre die erste für die jüdischen Gemeinden in Brandenburg. Nach Auskunft des Bauvereins zählen diese zusammen rund 1600 Mitglieder, die Potsdamer Gemeinde 400. (tso/dpa)

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