Totenschändung : Beschuldigter noch nicht befragt

Der erste ermittelte Beschuldigte im Skandal um die Totenschändungen in Afghanistan konnte bislang noch nicht vernommen werden.

Hamburg - Der Münchner Oberstaatsanwalt Eduard Mayer sagte der "Bild"-Zeitung: "Der 25-Jährige befindet sich derzeit auf einer langen Urlaubsreise. Er wird nach seiner Rückkehr das erste Mal befragt werden." Bekannt sind bisher drei Fälle aus den Jahren 2003 und 2004, bei denen Bundeswehrsoldaten mit Totenschädeln und Skeletten posieren.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte in einer ersten Reaktion zwei Soldaten suspendiert, die auf den ersten von der "Bild"-Zeitung veröffentlichten Fotos zu sehen waren. Gegen 20 Verdächtige wird ermittelt. In dem Skandal sind nach Bundeswehrangaben bereits drei Soldaten der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein geständig. (tso/ddp)

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