Türkei : Nato beginnt mit Patriot-Stationierung

04.01.2013 17:25 Uhr
Die Stationierung der Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze hat begonnen. Foto: AFP
Die Stationierung der Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze hat begonnen. - Foto: AFP

Die ersten Patriot-Raketen sind nach Nato-Angaben in der Türkei eingetroffen. In der kommenden Woche sollen die ersten Soldaten folgen, auch die ersten deutschen Soldaten werden dabei sein.

Die Nato hat mit der Stationierung von Patriot-Raketensystemen zum Schutz gegen syrische Geschosse in der Türkei begonnen. Das bei Stuttgart ansässige US-Regionalkommando Europa (Eucom) teilte am Freitag mit, dass Material und US-Militärpersonal auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik eingetroffen seien. Binnen weniger Tage sollten nun bis zu 400 US-Mitarbeiter eingeflogen werden.
Insgesamt werden sechs Patriot-Systeme, je zwei aus den USA, Deutschland und den Niederlanden, verlegt.
Auch die Bundeswehr will in der kommenden Woche die ersten Soldaten für den Einsatz in die Türkei verlegen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin vom Freitag sollen einem Vorkommando rund zwei Dutzend Soldaten angehören.

Sie sollen sich demnach am Dienstag kommender Woche vom niederländischen Eindhoven aus auf den Weg machen. Das deutsche Hauptkontingent, dem bis zu 350 Soldaten angehören, werde in der Woche vom 14. Januar an verlegt.

US-Soldaten an türkisch-syrischer Grenze

Mit der Stationierung der Patriot-Luftabwehrsysteme kommen Deutschland und seine NATO-Partner einer Bitte der Türkei nach. Die Türkei verspricht sich von den Systemen Schutz vor den Unruhen im südlichen Nachbarland Syrien. Wiederholt waren syrische Granaten auf türkischem Boden eingeschlagen. Die deutschen Systeme sollen in Kahramanmaras im Süden der Türkei stationiert werden, die niederländischen Einheiten weiter westlich in Adana. (AFP)

Umfrage

Die Innenminister diskutieren die Senkung der Promillegrenze für Radfahrer. Halten Sie das für eine gute Idee?

Service

Grüne Geschäfte - Der Blog

Wir können's besser: Für eine Wirtschaft, die Ressourcen und Klima schont
Der Blog von Tagesspiegel-Autorin Dagmar Dehmer und der Zeit-Online-Autorin Marlies Uken.

Rechtsextremismus in Deutschland

Weitere Themen

Todesopfer rechter Gewalt