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Überraschungsbesuch : Bundespräsident dankt deutschen Soldaten in Afghanistan

Bundespräsident Gauck ist zu einem Überraschungsbesuch kurz vor Weihnachten bei den deutschen Soldaten in Afghanistan eingetroffen. Er landete am Montag in Masar-i-Scharif.

Bundespräsident Joachim Gauck.
Bundespräsident Joachim Gauck.Foto: dpa

Bundespräsident Joachim Gauck ist zu seinem ersten Besuch deutscher Soldaten in Afghanistan eingetroffen. Er landete am Montag mit einem Airbus A310 der Bundesregierung im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Dort wollte er nach Angaben des Präsidialamtes Soldaten, Polizisten und Entwicklungshelfern „Dank und Wertschätzung“ für ihren Einsatz ausdrücken. Diese Menschen arbeiten daran, „hier in Afghanistan diejenigen zu ermutigen, die Frieden, Demokratie und Wohlstand schaffen wollen“. Die Reise war aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden. Gauck wird von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt und vom Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, begleitet. Er wird sich mehrere Tage in Afghanistan aufhalten.

In Masar-i-Scharif wurde Gauck vom Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos, Generalmajor Erich Pfeffer, begrüßt. Pfeffer gab Gauck zunächst einen Überblick über die militärische Lage. Später war ein gemeinsames Abendessen mit Soldaten und deutschen Entwicklungshelfern vorgesehen. Aus Gaucks Umgebung hieß es, es habe dem Bundespräsidenten viel daran gelegen, die deutschen Truppen noch vor Weihnachten zu besuchen. Auch Gaucks Vorgänger Christian Wulff und Horst Köhler hatten jeweils einmal während ihrer Amtszeit Afghanistan besucht, zuletzt Wulff im Oktober 2011. Derzeit sind noch gut 4500 deutsche Soldaten in dem Land am Hindukusch stationiert. Bis Ende 2014 soll die Verantwortung für die Sicherheit an die afghanischen Streitkräfte übertragen werden.

Im November war Verteidigungsminister Thomas de Maiziere erstmals mit einem zivilen Regierungs-Airbus direkt nach Masar-i-Scharif geflogen. Davor mussten Regierungsmitglieder und andere hochrangige Besucher immer im usbekischen Termes in eine Militärmaschine umsteigen. Der Direktflug soll auch die Fortschritte in der Sicherheitslage im Norden Afghanistans unterstreichen. Seit Sommer 2011 ist dort kein Bundeswehr-Soldat mehr ums Leben gekommen.

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