Umfrage : Merkel wieder an der Spitze der Beliebtheitsskala

Bundeskanzlerin Merkel ist im Politbarometer des ZDF wieder an Außenminister Steinmeier vorbeigezogen, der ihr vor zwei Wochen den Rang abgelaufen hatte. Wenig Grund zur Freude hat hingegen Kurt Beck.

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Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin hat zurzeit Grund, sich über Umfragewerte zu freuen. -Foto: dpa

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im ZDF-Politbarometer wieder die Spitze der Liste der wichtigsten Politiker erobert. Mit einem Durchschnittswert von 2,0 überrundete sie Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der vor zwei Wochen erstmals in diesem Jahr vor der Regierungschefin gelegen hatte und unverändert mit 1,7 bewertet wird. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck erreichte auf der von plus 5 bis minus 5 reichenden Skala einen Wert von minus 0,3 - eine leichte Steigerung (- 0,5 Anfang April).

Auch die Partei der Kanzlerin konnte in der aktuellen politischen Stimmung zulegen. Die CDU/CSU kommt nach Einbußen am Anfang des Monats auf 42 Prozent (plus 4). Die SPD verliert dagegen 2 Prozentpunkte und erreicht nur noch 27 Prozent. Wenn schon an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 40 Prozent (plus 1). Die SPD erreichte 27 Prozent (minus 1), die FDP erhielte 8 Prozent (minus 1), die Linke unverändert 11 Prozent, die Grünen ebenfalls unverändert 9 Prozent und die sonstigen Parteien zusammen 5 Prozent (plus 1).

Mehrheit sieht Probleme bei der Regierung

Mehr als drei Viertel der Befragten (76 Prozent) sind der Meinung, die Bundesregierung komme bei der Lösung der anstehenden Probleme nicht voran. Nur 19 Prozent glauben, dass es vorwärts geht. Generell lässt die Zufriedenheit mit der Arbeit der großen Koalition etwas nach: Nach 59 Prozent Anfang April bescheinigen ihr jetzt noch 52 Prozent gute Leistungen, für 42 Prozent (34 Prozent) macht die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ihre Arbeit eher schlecht.

Für das ZDF-Politbarometer hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 15. bis 17. April 1210 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren 1,4 Prozentpunkte. (ho/dpa)

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