Politik : Umstrittenes Gedenken

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Der YasukuniSchrein stand ursprünglich in der ehemaligen Kaiserstadt Kyoto. Zunächst wurde hier der Opfer innenpolitischer Wirren und Kriege des 19. Jahrhunderts gedacht. 1875 wurde das Monument nach Tokio in den Stadtteil Chiyoda umgesetzt, wo es bis heute steht. Seitdem wird es als nationale Gedenkstätte aller für Japan gefallenen Soldaten verehrt.

Jedes Jahr wird der Schrein von etwa sechs Millionen Japanern besucht, vornehmlich von Hinterbliebenen, den Veteranenverbänden, aber auch von nationalistischen und rechtsextremen Vereinigungen. Seit 1979 ist bekannt, dass in Yasukuni auch Kriegsverbrecher der japanischen Invasion gegen China geehrt werden. Trotzdem hat Premierminister Junichiro Koizumi die Gedenkstätte in den letzten Jahren regelmäßig aufgesucht. Tsp

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