UN-Mission : Deutsche Marine soll wahrscheinlich Flottenverband anführen

Deutschland wird möglicherweise den geplanten UN-Flottenverband zur Überwachung der libanesischen Küste anführen. Wie aus UN-Kreisen verlautete soll Deutschland Fregatten, Recce-Aufklärungstornados und Schnellboote ins Krisengebiet verlegen.

New York - Bei der UN-Truppenstellerkonferenz am Montagabend fiel noch keine endgültige Entscheidung über die maritimen Komponenten der angestrebten UN-Friedenstruppe für den Libanon. Aus UN-Kreisen verlautete, dass Deutschland möglicherweise den geplanten UN-Flottenverband zur Überwachung der libanesischen Küste anführen soll.

Die Libanesen hätten bislang noch nicht ihre Vorstellungen hierzu vorgelegt. Die Regierung in Beirut habe sich nicht klar geäußert, wie und in welcher Zahl die Schiffe der UN-Truppe zur Sicherung der libanesischen Küste eingesetzt werden sollen.

In den UN-Kreisen wird es "für durchaus möglich gehalten", dass die deutsche Marine die Führung des angestrebten Flottenverbandes übernimmt. Danach solle eine deutsche Fregatte als "Führungsschiff" operieren. Dazu wolle die Marine noch eine weitere Fregatte, Flottendienstboote mit besonderen Funkausstattungen, mehrere Schnellboote und Minensuchboote sowie vier bis sechs Recce-Aufklärungstornados zur Verfügung stellen.

Weiter hieß es in den UN-Kreisen, dass Großbritannien für die UN-Flotte eine Fregatte und Dänemark Korvetten bereitstellen wolle. Schweden will den Angaben zufolge neben einer weiteren Fregatte auch zwei U-Boote stellen. (tso/ddp)

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