Politik : und steigt damit in die Schlangengrube der Politik (Meinung)

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Im Januar 2001 ist die Clinton-Ära vorbei. Bill scheidet aus dem Weißen Haus aus. Seit gestern nun wissen wir, dass Amerika einen Nachschlag ordern kann. Hillary als Senatorin statt Bill als Präsident - der Wähler wird entscheiden. Chancen hat die First Lady, doch mehr auch nicht. Sie begibt sich mit ihrer Kandidatur auf ein heißes Pflaster. Im Bundesstaat New York wird ein brachialer Politikstil gepflegt. Hillary Clinton, bislang durch ihre Stellung stets abgeschirmt, hat mit diesem Hauen und Stechen keine Erfahrung. Sie wird eine schwierige Herausforderungen bestehen müssen, muss gleichermaßen überzeugen im messerwetzenden Nahkampf wie in der repräsentativen Rolle als lächelnde Präsidentengattin. Dabei wird ihr Vorteil, Bekanntheit und Medieninteresse, zum Fluch. Tausendmal wird sie im kommenden Wahlkampfjahr gefragt werden: Darf eine First Lady das? Und bei jeder Nennung des Namens Clinton wird Al Gore zusammenzucken. Der Senatorensitz wird Hillary nicht in den Schoß fallen. Gerade New York quittiert Anspruchsdenken, zumal von Neubürgern, mit bitteren Niederlagen. Warum sie sich dennoch bewirbt? Hillary tritt die Flucht nach vorne an. Und wie das bei solchen Unterfangen eben ist, mischt sich auch hier der reine Mut mit dem Mut der Verzweiflung.

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