US-Wahl : Hillary hofft auf gefüllte Kassen

Gerade wurden in Hillary Clintons Wahlkampfkasse die Dollars knapp. Nach dem Sieg in Pennsylvania kann sie nun wieder hoffen: Schon heute Nacht stiegen die Spenden auf einen Rekordstand.

New YorkBei Hillary Clinton klingeln nach dem jüngsten Erfolg bei den demokratischen Präsidentschaftsvorwahlen die Kassen. In der Nacht des Sieges über ihren Konkurrenten Barack Obama in Pennsylvania spendeten Clintons Anhänger über die Website der ehemaligen First Lady so viel Geld wie in keiner Nacht zuvor. Nach Angaben aus ihrem Wahlkampfteam kamen in weniger als vier Stunden 2,5 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) zusammen. Das berichtete am Mittwoch die "New York Times".

Clinton hat das Geld nach eigenen Angaben bitter nötig. Nach dem Sieg in Pennsylvania am Dienstag forderte sie ihre Unterstützer offen dazu auf, sich auf ihrer Website einzuloggen, um zu spenden. "Die Zukunft dieses Wahlkampfes liegt in Euren Händen", rief sie ihren Unterstützern zu.

Clinton weit höher verschuldet als Obama

Am 1. April hatte Clinton nur noch 9,5 Millionen Dollar für den Vorwahlkampf auf dem Konto, denen aber 10,3 Millionen Dollar Schulden gegenüberstanden, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der US-Wahlkommission FEC hervorgeht. Obama hatte hingegen noch 43 Millionen Dollar für die restlichen Vorwahlen zur Verfügung, während seine unbezahlten Rechnungen sich lediglich auf 660.000 Dollar summierten.
  
Seit Beginn des Wahlkampfs hat Obama nach Angaben der Behörde insgesamt 234,8 Millionen Dollar an Spenden eingenommen, während Clinton auf 175,7 Millionen Dollar kam. Darin nicht enthalten ist ein Zuschuss von fünf Millionen Dollar aus dem Privatvermögen der Senatorin. Nach Berechnungen der "New York Times" haushaltete Obama bislang deutlich besser mit seinen Spendengeldern: Für jeden eingenommenen Dollar habe er nur 75 Cent ausgegeben, während Clinton fürjeden Dollar etwa 1,10 Dollar ausgegeben habe. (mpr/dpa/AFP)

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