USA : Repräsentantenhaus verurteilt Bushs Irak-Strategie

Das US-Repräsentantenhaus hat der Irak-Politik von Präsident George W. Bush mit deutlicher Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen. Auch 17 Abgeordnete von Bushs Republikanischer Partei stimmten für die kritische Resolution.

Washington - Mit 246 gegen 182 Stimmen votierten die Abgeordneten der Kongresskammer für eine nicht bindende Resolution, welche die von Bush geplante Aufstockung der US-Truppen im Irak um mehr als 20.000 Soldaten missbilligt. Zugleich sicherte der Text den Soldaten vor Ort die uneingeschränkte Unterstützung durch die Volksvertretung zu.

Mit der Resolution wollte die demokratische Mehrheitsfraktion deutlich machen, dass Bush für seine Pläne zur Aufstockung der US-Truppen im Irak keine parlamentarische Mehrheit hat. Seit Dienstag hatten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses über den Text beraten. Am Samstag soll auch die zweite Kammer des US-Kongresses, der Senat, über die Entschließung debattieren.

In dem Entwurf heißt es: "Der Kongress missbilligt die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush, mehr als 20.000 zusätzliche Soldaten zum Kampfeinsatz in den Irak zu entsenden." Zugleich betont der Text, dass die US-Truppen im Irak mit voller Unterstützung durch den Kongress rechnen können. Die Soldaten führten einen "tapferen und ehrenwerten" Kampf. Republikanische Abgeordnete hatten den Demokraten vorgeworfen, mit der Debatte und dem Votum für eine rein symbolische Resolution vor allem auf politische Show-Effekte zu setzen. (tso/AFP)

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