Politik : USA umwerben Indien

Die USA streben grundsätzlich neue Beziehungen mit Indien an. Das erklärte US-Präsident George W. Bush am Freitag nach einem Gespräch mit dem indischen Premierminister Atal Behari Vajpayee in Washington. Im Mittelpunkt der Unterredung stand der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Beide vereinbarten dabei eine engere Zusammenarbeit und kündigten zugleich einen Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation an. Zuvor hatten die USA auch eine neue militärische Zusammenarbeit mit Indien vereinbart.

Bush hatte kurz nach den Anschlägen vom 11. September die Sanktionen aufgehoben, die Washington nach den indischen Atomtests 1998 verhängt hatte. Nach Angaben aus dem Weißen Haus ging es dem US- Präsidenten auch darum, Vajpayee zu versichern, dass die seit den Anschlägen engen Kontakte der USA mit Pakistan nicht die Beziehungen mit Indien gefährdeten.

Das US-Außenministerium hat inzwischen eine Werbekampagne gestartet, um die Welt von der Richtigkeit des Anti-Terror-Krieges in Afghanistan zu überzeugen. Über Internet, Fernsehen, Rundfunk und Printmedien soll sie der Kritik an Bombardements in Afghanistan gegensteuern. Das Material wird in 14 Sprachen verfügbar sein.

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