Politik : USA: Washington verliert Sitz in UN-Drogengremium

Nach dem Verlust des Sitzes im UN-Menschenrechtsausschuss haben die USA nun auch ihren Sitz im internationalen Drogen-Kontrollgremium verloren. Das Gremium überwacht unter anderem die Einhaltung internationaler Verträge gegen den Drogenhandel und gegen Geldwäsche. Das US-Außenministerium bedauerte die Entscheidung. Der US-Kandidat Herbert Okun, der dem Kontrollgremium zehn Jahre lang angehört hatte, war durch ein gemeinsames Abstimmungsverhalten europäischer Staaten zugunsten Frankreichs, Österreichs und der Niederlande nicht wiedergewählt worden.

Am UN-Sitz hieß es, möglicherweise hätten die USA nicht ausreichend um Unterstützung für den 70-jährigen früheren US-Botschafter in der DDR geworben. Auch die säumige Zahlungsmoral der USA bei der UNO könne bei der Entscheidung der Europäer eine Rolle gespielt haben. Letztlich hätten die USA nicht einen Pfennig der zugesagten Gelder eingezahlt, mit denen die Schuldenlast der Vereinten Nationen gelindert werden solle, hieß es in Diplomatenkreisen. Die USA schulden den UN Mitgliedsbeiträge in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. US-Außenamtssprecher Richard Boucher betonte, Washington wolle sich auch ohne Sitz im Drogenkontrollorgan weiter an den internationalen Anstrengungen zur Kontrolle des Drogenhandels beteiligen.

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