US-Wahlkampf : Bloomberg stärkt Obama den Rücken

01.11.2012 21:39 Uhr
Michael Bloomberg hält Barack Obama für besser geeignet, die Probleme des Klimawandels anzugehen als dessen Herausforderer. Foto: dapd
Michael Bloomberg hält Barack Obama für besser geeignet, die Probleme des Klimawandels anzugehen als dessen Herausforderer. - Foto: dapd

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg setzt sich für die Wiederwahl Barack Obamas ein. Der frühere Republikaner lobt Obamas Krisenmanagement nach Hurrikan "Sandy" - und macht dem Präsident ein Kompliment für dessen Position zum Klimawandel.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat sich für eine Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama stark gemacht. Er lobte am Donnerstag Obamas Reaktion auf den schweren Sturm „Sandy“ und hob hervor, dass der Amtsinhaber am besten geeignet sei, den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.

Die Zerstörung, die „Sandy“ nach New York und in andere Teile des Nordostens gebracht habe, „hat scharf vor Augen geführt, was bei der Präsidentenwahl am Dienstag auf dem Spiel steht“, schrieb der parteilose Bloomberg in einem Kommentar für seine gleichnamige Nachrichtenagentur.

Er wies darauf hin, dass die beiden Stürme „Sandy“ und „Irene“, die New York in diesem und im vergangenen Jahr getroffen hätten, ein Zeichen für den Klimawandel seien. Gewählte Spitzenpolitiker müssten „unverzüglich“ handeln.

Der Bürgermeister hob weiter hervor, dass Obama auch Schritte zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes unternommen habe. Der republikanische Herausforderer Mitt Romney habe während seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts ebenfalls Maßnahmen in dieser Richtung ergriffen. Seitdem sei er aber von früheren Positionen abgerückt.

Bloomberg gewann 2001 erstmals die Bürgermeisterwahl und wurde 2005 mit klarem Vorsprung im Amt bestätigt, beide Male als Kandidat der Republikaner. Bei der Wahl 2009 trat er als parteiloser Bewerber an und gewann nur noch knapp vor dem Kandidaten der Demokraten. Zwei Jahre zuvor hatte er seinen Austritt aus der Grand Old Party erklärt, nachdem er diese mitsamt dem damaligen Präsidenten George W. Bush kritisiert hatte.

Konfliktthemen waren neben dem Irak-Krieg unter anderem die Eheschließung von Homosexuellen, das Abtreibungsrecht, die Schusswaffenkontrolle und die Stammzellenforschung. Bloomberg gehörte zunächst den Demokraten an und wechselte 2001 zu den Republikanern.

1981 gründete Bloomberg die gleichnamige Finanznachrichtenagentur. Sein Vermögen wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. (dapd/dpa)

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