Verbotene Waffen : Israel prüft Phosphor-Vorwurf

22 Tage lang beschoss die israelische Armee den Gazastreifen, jetzt schweigen die Waffen. Israel möchte nun prüfen, ob das Militär während der Bombardements weißen Phosphor verwendet hat.

israel weißer und schwarzer rauch
Bombardierung des Gazastreifens (vom 09.01.2009). Schneeweiße Rauchschwaden deuten auf Phosphor-Beschuss. -Foto: AFP

Tal AvivUm "jegliche diesbezügliche Unklarheit zu beseitigen", sei eine Untersuchungskommission ins Leben gerufen worden, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme der Streitkräfte.

Menschenrechtsgruppen und Ärzte in Gaza hatten dem israelischen Militär vorgeworfen, Granaten mit weißem Phosphor auf Ziele in dicht besiedelten Gebieten abgefeuert zu haben. Dies habe zu schweren, schwer heilbaren Brandverletzungen geführt.

Rauchwand durch Phosphor

Phosphormunition wird zumeist verwendet, um Rauchwände zu erzeugen, die dem Feind die Orientierung nehmen sollen. Ihr Einsatz in besiedeltem Gebiet ist nach Genfer Konvention verboten, auf freiem Gelände dagegen erlaubt.

Die israelische Armee hatte bislang nur eingeräumt, während der Gaza-Offensive Phosphormunition auf freiem Gelände verwendet zu haben. Die Militäroperation war am Sonntag von Israel beendet worden. (hyc/dpa)

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