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Vor EM-Spiel Frankreich gegen Island : Polizei sprengt Auto nahe des Stade de France auf

Wenige Stunden vor dem EM-Viertelfinale Frankreichs gegen Island hat die Polizei in Paris ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt. Fans auf dem Weg zum Stadion mussten warten.

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Das Stade de France in St. Denis.
Das Stade de France in St. Denis.Foto: Christian Charisius/dpa

Die Fußball-Europameisterschaft ist bisher von terroristischen Anschlägen verschont geblieben. Die Anspannung in Frankreich ist nach den Anschlägen von Paris im vergangenen November und Brüssel im März jedoch groß. Die Sicherheitskräfte sind vorsichtig.

Das zeigte sich auch am Sonntagabend. Unmittelbar vor dem EM-Viertelfinale des Gastgebers gegen Island sprengte die Polizei in Paris nahe des Stade de France ein verdächtiges Fahrzeug auf. Es sei eine klassische Sprengung gewesen, betonte eine Sprecherin der zuständigen Polizeibehörde. Im Inneren des Autos sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden. Der Wagen habe im Parkverbot gestanden und sei daher zunächst verdächtig gewesen.

Zuvor waren in den sozialen Medien Berichte über eine Explosion aufgetaucht. Unter anderem teilte das der Chef-Sportreporter des britischen "Telegraph", Paul Hayward, via Twitter unter Berufung auf die Polizei mit. Um 17.32 Uhr habe es eine kontrollierte Explosion gegeben haben, schrieb er weiter. Das Auto soll nach Haywards Angaben in einer Seitenstraße abseits des Fußweges vom Regionalbahnhof zum Stadion gefunden worden sein. Er betonte, die Polizei habe den Eindruck erweckt, die Situation unter Kontrolle zu haben. Auch andere Twitter-Nutzer berichten davon, von der Polizei aufgehalten worden zu sein. Auf einem Video, das Fans zeigt, ist eine Explosion zu hören. (mit dpa)

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