Wahlen in Schottland : "Ein Wind des Wandels"

Bei den Parlamentswahlen in Schottland hat sich ein deutlicher Stimmenzuwachs für die Unabhängigkeit von London eintretende Schottische Nationalpartei abgezeichnet.

Aberdeen - Parteichef Alex Salmond schaffte mit knappem Vorsprung vor einem liberaldemokratischen Rivalen den Einzug ins Regionalparlament in Edinburgh. Seine Stellvertreterin Nicola Sturgeon holte sich das Mandat in Glasgow Govan, bisher eine traditionelle Hochburg der Labour-Partei. Einer ersten Auszählung zufolge schnappte die SNP der Regierungspartei von Premier Tony Blair mindestens zwei weitere Wahlkreise in Schottland weg.

Umfragen vor dem Votum am Donnerstag hatten Labour deutlich im Abwind gesehen. Salmond sagte Labour nach Ende der Wahl das schlechteste Ergebnis seit 1922 voraus. "Ein Wind des Wandels weht durch die schottische Politik", betonte er. Für den Fall seiner Wahl zum schottischen Premier hatte der SNP-Chef einen Volksentscheid über Schottlands Unabhängigkeit im Jahr 2010 angekündigt und damit bei der Wählerschaft viel Zustimmung geerntet. Bisher stellte Labour zusammen mit den Liberaldemokraten die Regierung in Edinburgh.

Auch in anderen Landesteilen Großbritanniens war am Donnerstag gewählt worden. In Wales wurde ein neues Parlament bestimmt. Bei den Kommunalwahlen in England, vor allem im Süden, Südwesten und Osten, waren rund 10.500 Gemeinderatsmandate neu zu verteilen. Aussagekräftige Ergebnisse wurden für den Lauf des Tages erwartet. (tso/AFP)

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