Dokumentiert : Ein Brief der Piratenpartei an Renate Künast

Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast sagt, sie wolle die Piratenpartei "resozialisieren". Wie die Piraten darauf antworten, dokumentieren wir hier.

Sehr geehrte Frau Künast,

auf der heutigen Befragung der Spitzenkandidaten durch die IHK von 8:00 bis 10:00 Uhr im Ludwig Erhard Haus haben Sie gesagt, Sie wollen die Piraten „resozialisieren“, damit diese bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

Zu dieser Aussage habe ich einige Fragen:

1. Ist die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei resozialisierungsbedürftig oder worauf zielen Sie ab, wenn Sie so etwas ankündigen?
2. Wie genau möchten Sie die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei resozialisieren?
3. Würden Sie für den Fall, dass sich die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei weigern resozialisiert zu werden, Gewalt anwenden?
4. Inwiefern würde die Resozialisierung von ca. 12.000 Mitgliedern der Piratenpartei Ihre Tätigkeit als Mitglied des Deutschen Bundestages beeinträchtigen?
5. Streben Sie auch die Resozialisierung anderer Parteien an oder genießt die Piratenpartei hier eine Sonderstellung? Wenn Ja, warum?
6. Wenn eine gute Fee käme und Sie sich die Resozialisierung einer Partei wünschen könnten, warum nicht die NPD?
7. Wenn Netzpolitik der Grund für die Resozialisierung sein sollte, haben Sie vor auch Mitglieder der Grünen wie z.B. Dr. Konstantin von Notz oder Malte Spitz zu resozialisieren?
8. Streben Sie eine Grüne Einheitspartei an?

Zusatzfrage: Hätten Sie sich in den 80er Jahren gerne von z.B. Dr. Helmut Kohl resozialisieren lassen? Wenn Nein, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen,

Christopher Lauer

Christopher Lauer ist Kandidat der Piratenpartei sowohl zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis Pankow 8, als auch auf dem Bezirkswahlvorschlag (BVV) der Piraten in Pankow.

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