Politik : Warten auf die neue Partei

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Werden PDS und WASG (Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit) ein Linksbündnis schmieden? Wird es eine neue Linkspartei geben? Das erste

Sonderungsgespräch hat am Montag keine neuen Ergebnisse gebracht. Die Beratungen über eine mögliche Zusammenarbeit

würden in dieser Woche in Arbeitsgruppen fortgesetzt, teilten PDS und WASG- Spitze mit. An dem Treffen nahmen vier Vertreter der WASG-Spitze, PDS- Parteichef Lothar Bisky, PDS-

Bundeswahlleiter Bodo Ramelow sowie die stellvertretenden PDS-Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Dagmar Enkelmann teil. Sehr vage sprach PDS-Bundeswahlkampfleiter Bodo Ramelow schon vor dem Treffen von „ergebnisoffenen Gesprächen“. Man werde „alle Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausloten. Aber diese müssten einer

wahlrechtlichen Prüfung standhalten. Ich bin da skeptisch“, sagte Ramelow dem Tagesspiegel. Die PDS-Spitze möchte in den nächsten Tagen mögliche Formen der Zusammenarbeit erst einmal juristisch prüfen – „gerne unter Einbeziehung von Oskar Lafontaine und Gregor Gysi“, sagte Ramelow. Ein Treffen zwischen Gysi und dem früheren SPD-Chef

Lafontaine ist laut Gysi „bisher nicht vereinbart“. Der PDS-Politiker sagte, er sehe Chancen für ein Linksbündnis. Gysi forderte von seiner Partei Kompromissbereitschaft. Klaus Ernst vom WASG- Bundesvorstand schloss Kandidaturen auf offenen Listen der PDS „definitiv aus“. Er

plädierte für die Gründung einer Linkspartei . Dies sei praktikabel, nur müsse die PDS dafür aus ihrer „ex-sozialistischen Kuschelecke“ herauskommen. sib

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