WEGBEGLEITER : Brüder im Geiste

Foto: AFP

DER GRÜNDER



Der 1906 nordwestlich von Kairo

geborene

Hassan el Banna
gründete 1928 die Muslimbruderschaft. Der Grundschullehrer und Sohn eines lokalen Scheichs war geprägt vom Kampf gegen die britische Herrschaft über Ägypten. Er forderte die Besinnung jedes Einzelnen auf die Prinzipien des Islam, um die muslimische Gemeinschaft zu stärken. Ende der 30er Jahre hatten die Muslimbrüder Ableger in allen Landesteilen und waren straff organisiert. El Banna wurde 1949 auf offener Straße in Kairo erschossen.

DER VORDENKER

Er ist einer der

einflussreichsten

Denker der

Muslimbruderschaft

und des Islamismus:

Sayed Qutb
.

Maßgeblich geprägt hat ihn ein Aufenthalt in den USA. Abgestoßen von der Huldigung des Geldes, dem Rassismus und dem freien Umgang der Geschlechter miteinander, wandte sich Qutb dem Islam zu und trat der Muslimbruderschaft bei. Er entwickelte in der Haft seine einflussreiche Neuinterpretation des Konzepts der Jahiliyya, das den Sturz von islamischen Herrschern rechtfertigte. Nach einem angeblichen Anschlagsversuch der Muslimbrüder auf Präsident Nasser wurde er 1966 hingerichtet.

DER GEGNER

Die Muslimbrüder unterstützten den Staatsstreich der „Freien Offiziere“ 1952, mit dem König Farouk gestürzt wurde. Einige der Offiziere waren Muslimbrüder. Bald jedoch nahmen die Spannungen zwischen der Bruderschaft und Präsident Gamal Abdel Nasser zu. Schließlich verbot

er die

Bruderschaft.

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