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Zum Nachlesen: Ticker zu den Verhandlungen : Nahles: "Koalitionsvertrag können wir unseren Mitgliedern vorlegen"

Es ist vollbracht: Union und SPD haben sich nicht nur im kleinen Kreis auf einen Koalitionsvertrag verständigt, sondern auch in großer Runde. Hier können Sie nachlesen, wie die Einigung am Mittwochmorgen zustande kam.

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SPD-Parteichef Sigmar Gabriel Seit' an Seit' mit Vize-Parteichefin Hannelore Kraft.
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel Seit' an Seit' mit Vize-Parteichefin Hannelore Kraft.Foto: dpa

Es hat lange gedauert, genauer gesagt bis 5 Uhr 31. Dann twitterte der Unions-Fraktionschef Michael Grosse-Brömmer: Einigung erreicht! Da hatten sich die Verhandler von Union und SPD auf den Koalitionsvertrag geeinigt. Was bis dahin passierte, warum es noch einmal richtig spannend wurde und wie Fußball bei den Koalitionsverhandlungen hilft, das können Sie hier in unserem Ticker nachlesen.

6:01 Uhr Der Kampf um die Deutungshoheit hat begonnen. Alle sind zufrieden und sehen ihre Handschrift im Koalitionsvertrag. Am heutigen Mittwoch werden die Parteigremien über das Ergebnis beraten, auch die Fraktionen kommen zusammen. Zudem wird erwartet, dass die Parteichefs den Vertrag auch in der Bundespressekonferenz vorstellen werden.

5:58 Uhr: Auch der SPD-Linke Ralf Stegner ist zufrieden und sagt: "Den Koalitionsvertrag können wir unseren Mitgliedern vorlegen."

5:53 Uhr: Und auch die SPD ist zufrieden. Zumindest sagt sie das. Man habe hart und erfolgreich verhandelt, sagt SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Die in einem Parteikonvent beschlossenen Punkte für eine Beteiligung an einer großen Koalition seien in dem Koalitionsvertrag weitgehend abgedeckt. Als Punkte führt Nahles die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, die abschlagasfreie Rente nach 45 Beitragsjahren mit 63, mehr Geld für Kommunen und Bildung. Aber auch bei der doppelten Staatsbürgerschaft. "Der Optionszwang für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder werde abgeschafft. "Dieses Ergebnis können wir unseren Mitgliedern vorlegen und ja dazu sagen", sagt Nahles.

5:46 Uhr: Auch die CSU ist zufrieden. Generalsekretär Alexander Dobrindt sagt, dass Ergebnis spiegele das Wahlergebnis wider, aber es gebe auch sozialdemokratische Elemente. "Wir sind mit all unseren wesentlichen Elementen vertreten und haben sie verwirklicht", sagt Dobrindt. Die Verhandlungen seien fair zum Teil aber auch "sehr hart" geführt worden. Wesentlichen Elemente wie Pkw-Maut, Mütterrente, keine neuen Schulden, Beibehaltung des Betreuungsgeld und keine Abschaffung des Ehegattensplittings habe man verwirklicht.

5:44 Uhr: CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe spricht von "intensiver und harter Arbeit". Und einem Ergebnis, dass stark die "Unionshandschrift" trage.

5:40 Uhr: Die große Runde musste nicht mehr viel machen. Nach kurzen Statements von Merkel, Seehofer und Gabriel waren wohl alle nach stundenlangem Warten fertig und stimmten für den Koalitionsvertrag wie ihn zuvor die kleine Verhandlungsrunde ausgehandelt hat.

5:38 Uhr: Mehrere Verhandlungsmitglieder der großen Runde twittern über den Abschluss der Verhandlungen.

5:31 Uhr: Unions-Fraktionschef Michael Grosse-Brömmer twittert: "Knoten durch! Einigung erreicht."

5:28 Uhr: Das war dann wohl der Durchbruch nach 17 Stunden Verhandlungen im kleinen Kreis: Union und SPD sind sich beim Thema Geld einig geworden. Danach sollen für die Projekte einer großen Koalition zusätzlich 23 Milliarden Euro ausgegeben werden.

5:22 Uhr: Es ist vollbracht. Die kleine Verhandlungsrunde einigt sich auf die Bildung einer großen Koalition. Aus Verhandlunsgkreisen hieß es, dass nun nur noch die große Runde entscheiden müsse.

02:09 Uhr: Jetzt geht es nur noch unter Sechs-Augen. CDU-Chefin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel haben sich zurückgezogen und verhandeln nun im ganz kleinen Kreis, hieß es aus Verhandlungskreisen. Jetzt soll es ums Geld gehen.

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