0:2 in Hoffenheim : Magath steht mit Schalke erstmal unten

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Der FC Schalke 04 verliert auch bei der TSG Hoffenheim. Durch das 0:2 am Freitagabend rutscht Felix Magaths Team auf den vorletzten Tabellenplatz.

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Am Ende musste Nationaltorwart Manuel Neuer auch noch ein kurioses Tor hinnehmen. Foto: dpa
Am Ende musste Nationaltorwart Manuel Neuer auch noch ein kurioses Tor hinnehmen.Foto: dpa

Schon zur Pause war auch das neueste Abwehr-Projekt von Felix Magath gescheitert. Der zum rechten Verteidiger herabgestufte Christoph Metzelder blieb in der Kabine. Auch die kleine Rochade des passionierten Schachspielers Magath hatte die großen Probleme in der Schalker Abwehr nicht gelöst. Beim Tabellenführer Hoffenheim waren Benedikt Höwedes und Neuzugang Nicolas Plestan in die Abwehrmitte gerückt. Doch Hoffenheim dominierte das Spiel und gewann verdient mit 2:0 (1:0). Daran konnte auch der Auftritt des neuen Schalker Stürmers Klaas-Jan Huntelaar nichts ändern. Dessen Bewacher Isaac Vorsah traf in der 37. Minute zum 1:0. Schalke kassierte seine dritte Niederlage im dritten Spiel, Hoffenheim siegte zum dritten Mal.

Bis zum Tor war es vor allem Hoffenheims Stürmer Vedad Ibisevic, der mal Höwedes, mal Plestan und Metzelder in Nöte stürzte. Auch bei Metzelder führte die Positionsveränderung keineswegs zu einer Leistungssteigerung. Kurioser Weise traf nicht Ibisevic zur Führung, sondern der Mann, der mit Josip Simunic den neuen Angriff der Schalker unter Kontrolle halten sollte, Isaac Vorsah. Der stand bei seinem Kopfball sieben Meter vor dem Schalker Tor – eindeutig der Arbeitsbereich der Schalker Innenverteidigung – völlig frei und konnte mühelos verwandeln.

Der Treffer war auch auf das Ergebnis eines Duells zurückzuführen, das sich genau auf der anderen Seite des Spielfeldes abspielte. Bis zur Pause hatte Vorsah Raul und dessen neuen Partner Klaas-Jan Huntelaar so gut im Griff, dass der sich den erfolgreichen Ausflug guten Gewissens leisten konnte. Nun war es nicht so, das Huntelaar oder Raul besonders schlecht gespielt hätten. Der niederländische Nationalstürmer Huntelaar hatte Möglichkeiten und war ständig in Bewegung. Vorsah und Simunic mussten mit Unterstützung des starken Andreas Beck alle Konzentration aufbieten, um ihn zu stoppen.

Schalke öffnete nun sein Spiel etwas mehr. „Wir stehen unter Druck und müssen punkten“, hatte Magath vor der Partie verkündet. Genug Druck, um Hoffenheim aus dem Konzept zu bringen, konnte Schalke nicht entwickeln. In der 59. Minute landete einmal eine Flanke bei Huntelaar, dessen Kopfball Tom Starke an die Latte lenkte. Hoffenheim blieb das dominierende Team. Sejad Salihovic gelang in der Nachspielzeit das 2:0.

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